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Personendaten


Bach Siegfried

Nachname
Bach
Vorname
Siegfried
Geburtsdatum
23.04.1895
Geburtsort
Unsleben
Weitere Familienmitglieder

Eltern: Moses und Fanny Bach geb. Reiss
Geschwister: Rita verh. Kälbermann
Cousins: Arthur und Viktor Bach

Adresse

Bachgasse 15 (alte Zählung)

Beruf/Ämter
(Realschüler) Kaufmann
Emigration/Deportation
Sterbeort/Sterbedatum

Biografie


Siegfried Bach gehörte zu den Bad Kissinger Realschülern, die aus den ländlichen Gebieten der Rhön und des Grabfelds kamen und während ihrer Realschulzeit in Bad Kissingen lebten. Er kam am 23. April 1895 als Sohn des Viehhändlers Moses Bach und dessen Frau Fanny geb. Reiss in Unsleben zur Welt, zwei Jahre später erblickte seine Schwester Rita das Licht der Welt.

Siegfried Bachs Aufenthalt in Bad Kissingen war nur von kurzer Dauer. Er wechselte 1910 aus der 4. Klasse des Adam’schen Instituts in Würzburg in die 5. Klasse der Kissinger Realschule, die er aber bereits im April 1911 wieder verlassen hat. In dieser Zeit wohnte er bei Hamburger in der Bachgasse. Siegfried Bach absolvierte vermutlich in Würzburg eine kaufmännische Lehre und war nach dem Ersten Weltkrieg für kurze Zeit in Würzburg berufstätig.

Der alleinstehende Siegfried Bach lebte bis Ende 1937 gemeinsam mit seinen Eltern und der Familie seiner inzwischen verheirateten Schwester Rita in Unsleben in der Hauptstraße 33. Dann zog er nach Oberhof (Information Prof. Dr. Hesselbach, Mail vom 05.05.2019). Anders als den übrigen Mitgliedern der Familie gelang es Siegfried Bach noch zu emigrieren. (Angaben Naomi Teveth, Tel Aviv/Reiner Strätz, Würzburg, siehe Biographische Datenbank Jüdisches Unterfrankenexterner Link). Seine Schwester Rita wurde mit ihrem Mann und ihrem erst zehnjährigen Sohn im April 1942 nach Krasnizcyn deportiert und ermordet. Siegfrieds Eltern kamen im Juni des gleichen Jahres ins Altersheim in der Bibrastraße in Würzburg. Sein Vater Moses starb dort nach kurzer Zeit, die Mutter Fanny wurde im September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte die Strapazen des Lagers und gelangte im Februar 1945 mit einem Rettungstransport (Vereinbarung Himmler–Musy) in die Schweiz. Fanny Bach konnte vermutlich zu ihrem Sohn Siegfried auswandern (Ebd.).

Genauere Angaben zur Emigration und zum weiteren Leben von Siegfried Bach sind derzeit nicht bekannt.


Quellenangaben


Schülerakte des Jack-Steinberger-Gymnasiums
Biographische Datenbank Jüdisches Unterfranken; Biografien zu Siegfried, Moses, Fanny und Rita Bachexterner Link
Meier and Zerlina Bach, Doron Zeilberger's Family Doron Zeilberger's Home Pageexterner Link
Rainer Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900 - 1945, S. 64 und S. 694
Informationen Prof. Dr. Josef Hesselbach, Mail 05.05.2019
Datenbank Ancestry, Deutschland: Juden in Würzburg, 1900-1945externer Link 



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