Personendaten


Adler Edith

Nachname
Adler
Geburtsname
Adler
Vorname
Edith
Geburtsdatum
01.02.1899
Geburtsort
Kitzingen
Weitere Familienmitglieder

Eltern: Pinchas Adler und Sara geb. Strauss
Geschwister: Kela verh. Nussbaum

Adresse

Salinenstraße 34

Beruf/Ämter
Dienstmädchen
Emigration/Deportation

Dezember 1941 deportiert von Hannover ins Ghetto Riga

Sterbeort/Sterbedatum
Ghetto Riga - genaues Todesdatum unbekannt

Biografie


Edith Adler lebte nur kurze Zeit in Bad Kissingen und arbeitete als Dienstmädchen in der Israelitischen Kinderheilstätte.

Sie stammte aus einer berühmten fränkischen Rabbinerfamilie. Ihr Großvater Imanuel Menachem Adler war von 1965 bis 1911 Distriktsrabbiner von Mainbernheim bzw. Kitzingen (Der Sitz des Rabbinats wurde 1871 nach Kitzingen verlegt). Verheiratet war Imanuel mit Judith Bamberger, einer Tochter von Seligmann Bär Bamberger, dem berühmten „Würzburger Raw" (Informationen basieren auf Michael Schneebergers Gedenkbuch Kitzingen Yiskor, S. 130 - 132). Deren Sohn Pinchas heiratete Sara Strauss aus Marburg. Das Ehepaar hatte zwei Kinder: Kela (1897 - 1980) und Edith, die im Februar 1899 in Kitzingen geboren wurde. Wenige Monate später starb ihr Vater.

Edith Adler blieb zeitlebens ledig. Sie litt unter einer Behinderung und arbeitete als Hausangestellte. Dabei wechselte sie häufig den Wohnort und hielt sich u.a. in Berlin, Köln, München, Crailsheim, Würzburg, Vlotho, zwischendurch aber auch immer wieder in Kitzingen bei ihrer Mutter und nach deren Tod 1935 bei der Familie ihrer Schwester Kela auf.

In Bad Kissingen arbeitete sie während der Kursaison 1923 (von Mai bis August) als Hausangestellte in der Israelitischen Kinderheilstätte in der Salinenstraße.

Nachdem Ediths Schwester Kela verh. Nussbaum mit ihrem Mann und den beiden Kindern 1939 die Flucht in die USA gelang, zog Edith im Juli 1939 nach Hannover. Von dort wurde sie im Dezember 1941 nach Riga deportiert und ermordet.


Quellenangaben




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